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Geretsried - Stadt im Grünen - mehr Grün für die Stadt

Leserbrief zur Sitzung des Planungs- und Entwicklungsauschusses, Nov. 2007

Die CSU Stadträte außer Volker Reeh hatten recht, als sie die Änderung der Landwirtschaftlichen Fläche in ein Sondergebiet Erholung und Freizeit auf der ehemaligen Kiesgrube in Gelting ablehnten. Wie soll man den Bürgern mit und ohne Grundbesitz erklären, dass durch diese Änderung, sofern sie vom Stadtrat bestätigt wird, der Grundstückspreis von heute auf morgen auf ein Vielfaches steigt. Dies ist ein "Verdienst"
für Anemarie Schönhuber ohne dass sie auch eine Minute dafür gearbeitet hat. Dies schafft Prädenzfälle bei anderen Bauern, die Grundstücke im Außenbereich mit was auch immer bebauen wollen. Außerdem ist es unverantwortlich im vorauseilenden Gehorsam ohne zwingenden Grund denFlächennutzungsplan zu ändern, ohne dass bekannt ist, wer der Investor ist und ob er seriös ist. Dies geht der Stadt ob der größe des Projekts sehr wohl etwas an. Deswegen sollte sie ihre Flächenplanungen aus der Vergangenheit nicht im Hauruck-Verfahren selbst ad absurdum führen, indem einfach "die Farbe im Plan geändert wird".

Mir ist die Argumentation von Bürgermeisterin Cornelia Irmer schleierhaft: Durch die Umwidmung soll ein Gewerbegebiet auf der Stelle verhindert werden, dass ja auf besagtem Grund erst recht nicht möglich ist, da der Schutz einer landwirtschaftlichen Fläche weiter gehend ist als auf einer Fläche für Freizeit und Erholung. Zudem entscheidet nur die Stadt alleine über ein mögliches Baurecht, da nur sie die Planungshoheit hat und nicht die Grundstücksbesitzerin. Ein besonderer Schutz, durch die Umwidmung, ist also gar nicht nötig, um ein Gewerbegebiet nicht zu erlauben.

Auch die Aussage, dass statt einer Badeanstalt die Sportstätten dorthin ausgelagert werden sollen, kann ich nicht folgen: Auf Nachfrage von Edith Peter (SPD) lehnte Irmer es ab, dass die Stadt Grund dafür kaufen will. Allerdings dachte Irmer während einer Stadtratssitzung über den Dachabrisses des Eisstadions mal laut darüber nach, man könne eventuell ein Eisstadion mit privater Trägerschaft bauen. Weil das Gundstück derehemaligen Kiesgrube für Sportstätten ja erst erworben werden muss, und die Stadt selbst das anscheindend nicht will, käme als einzige
Möglichkeit ein mit privaten Gelder finanziertes Eisstadion auf der Fläche bei Gelting in Frage. Heinz Ocker (CSU) hat allerdings in der Sitzung zu Recht Bedenken angemeldet, da die Wege zur Stadt zu lange sind.

Nun wurde ja das ursprüngliche Grundstück für das Meditarrana nicht zur landwirtschaftlichen Fläche zurück gewidmet. Ein Schelm wer Böses dabei denkt: Möglicherweise soll ein großzügiges Eisstadion mit Nebengebäuden,Vereinsgaststätte und Parkplätze für die notwendige Siedlungsanbindung sorgen, so dass dann das Spaßbad an der ursprünglichen Stelle dann doch noch genehigungsfähig wird.

Nachspann 1: Bei der Abstimmung im Stadtrat stimmten die Grünen Volker Witte, Beate Paulerberg und die CSU Räte Heinz Ocker und Franz Wirthensohn gegen die Flächenumwidmung.

Nachspann 2: Im November 2007 hat die Bürgermeisterin Cornelia Irmer tatsächlich öffentlich nicht mehr ausgeschlossen, dass das Eisstadium als Mehrzweckhalle nach Buchberg oder auf die Böhmwiese kommt.


Mit freundlichen Grüßen

Paul M. Wildenauer

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