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4.5.2004
Leserbrief zur Berichterstattung über die Wahlkampfanzeige des Geretsrieder Bürgermeisters Hans Schmid mit Herrn Landrat Nagler und über den
CSU-Stammtisch
Eine Anzeige, in der Herr Landrat Nagler und Herr Bürgermeister Schmid Seite an Seite ihre Kompetenz und Erfahrung beschwören – so
startet die CSU in den Bürgermeisterwahlkampf. Tatsächlich haben beide etwas gemeinsam. Der eine schätzte Jahre lang seinen Werksleiter Liß völlig falsch ein. Er ließ es als Dienstvorgesetzter zu, dass dieser
das Klima in den Stadtwerken vergiften und sich, zusammen mit Komplizen, an öffentlichen Geldern bereichern konnte. Ja, Herr Bürgermeister, es ist inzwischen eindeutig bewiesen, dass der Stadt dadurch auch ein
finanzieller Schaden entstand. Auf eine Entschuldigung warten wir noch heute. Politische Verantwortung? Die hat allenfalls der Stadtrat als Ganzes, aber doch nicht Herr Bürgermeister Schmid als Vorgesetzter –
obwohl er Herrn Liß und seinen Untergebenen im Arbeitsalltag am nächsten war. Der andere hat, Stichwort DTK, gerade durch eine völlig falsche Einschätzung der Haushaltsentwicklung die Kreisfinanzen in äußerste
Bedrängnis gebracht. Also wird schöngerechnet – wiederum mit unrealistischen Annahmen. Als positiver Mensch stützt Herr Landrat Nagler seinen wackeligen Haushalt statt auf Fakten halt „ein bisserl auf das
Prinzip Hoffnung“. Und unser Bürgermeister? Hofft zusammen mit der Kreistagsfraktion der CSU mit ihm. Kompetenz und Erfahrung? O jeh! Was nützt es, wenn beides nicht zum Tragen kommt?
Brigitta Siepmann
Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
OV Geretsried
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