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5.5.2004
Leserbrief zu den Sorgen der CSU, (Herr Meinl und Herr Schmid) es könne sich nachteilig auswirken, wenn die Bürgermeisterkandidatin Frau Irmer
nicht im Kreistag vertreten sei.
Die Geretsrieder CSU drückt derzeit kaum eine Sorge mehr als diese: Sind die Interessen von Geretsried noch ausreichend im Kreistag vertreten,
wenn Herr Schmid nicht mehr Bürgermeister ist? Da kann ich die CSU beruhigen.
Im Gegensatz zur Darstellung der CSU sitzt Herr Schmid im Kreistag nicht in seiner Eigenschaft als Bürgermeister, sondern als ganz normal
gewählter Kreisrat. Da die nächsten Kommunalwahlen 2008 sind, bleibt uns Herr Schmid bis dahin auch als Geretsrieder Kreisrat erhalten.
Aus dem gleichen Grund (wegen der außerterminlichen Bürgermeisterwahlen) war Herr Schmid in den ersten vier Jahren seiner Amtszeit selbst nicht
im Kreistag vertreten. Wahrnehmbar geschadet hat uns das jedenfalls nicht. Wenn überhaupt müsste die CSU eher bei einer Ankündigung von Herr Meinl ins Schwitzen kommen, dass er den Kreistag verlassen wolle (ist
mir aber nicht bekannt). Oder erinnern Sie sich in der Zeit ab 1996 an einen nennenswerten Beitrag unseres Bürgermeisters im Kreistag? Nein? Ich auch nicht.
Vielleicht hat er im Falle seiner Abwahl sogar künftig mehr Zeit, Anträge und Redebeiträge für den Kreistag vorzubereiten. Auf jeden Fall gehe
ich davon aus, dass Herr Schmid, auch wenn er nicht mehr Geretsrieder Bürgermeister ist, so wie alle anderen Geretsrieder Kreisräte auch die Interessen unserer Stadt vertreten wird. Ein Mann – ein Wort.
Darauf verlassen wir uns.
Brigitta Siepmann
Grünen-Stadträtin
Grünensprecherin OV Geretsried
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