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Leserbrief zum Thema Spaladin vom 22.12.2007
Aufgrund der Euphorie bezüglch des neuerlichen vermeintlichen Durchbruchs für ein Wellnesbad in Gelting, möchte ich doch noch auf
einige Kritikpunkte hinweisen:
1. Die Frage des gigantischen Trinkwasserverbrauchs ist immer noch nicht geklärt. Möglicherweise muß von der Stadt teures Wasser aus der Münchner
Wasserleitung zu gekauft werden, dass dann alle Bürger bezahlen müssen. (Siehe dazu diverse Ausführungen auf der Homepage der Grünen)
2. Auf der Anlage soll es jede mögliche
Dienstleistung nicht nur bezüglich Gesundheit geben. Was wird aus den mittelständischen Anbietern von Fitnesstudios, Phisiotherapie-Praxen und ähnliche Einrichtungen? Mögliche negative
Auswirkungen auf die bestehende Wirtschaftsstruktur im Mittelzentrum zu untersuchen, hat nichts mit kommunistischer Planwirtschaft zu tun, sondern ist die Stadt ihren
bisherigen Gewerbesteuerzahlern schuldig. (Siehe auch hier die diversen Ausführungen auf der Grünen Homepage)
3. Der Ortsteil Gelting soll seine dörfliche Struktur behalten,
was allgemeiner Konsens ist. Wurden die Geltinger selbst überhaupt schon gefragt, was sie von der Anlage halten mit samt seinen Auswirkungen auf das Dorf wie erhöhtes Verkehrsaufkommen etc.?
4. Wer ist dieser ominöse Ölscheich mit dem 60 Millionen Scheck? Warum legt er Wert auf Diskretion? Weiß er um den meterhoch aufgefüllten Bauschutt in der Kiesgrube und dessen
Beseitigung? Für die Stadt ist es ein hohes Risiko, wenn sich dieser plötzlich aus der Betreibergesellschaft mit beschränkter Haftung zurück zieht und eine Investitionsruine zurück lässt.
5. Der Ablauf des Verfahrens läßt das kommunale Gremium Stadtrat zum Witz verkommen: Zuerst wird ausschließlich über eine der Stadtspitze genehmen Zeitung und nur über die
Fraktionsvorsitzenden wenige Stunden vor der Sitzung die Badeanlage als Weihnachtsüberraschung angekündigt, um dann kurzfristig die Tagesordnung zu ändern um Punkt 7 für Sonstige
Informationen anderen wichtigen Punkten vorzuziehen. Zu wenig Zeit für Stadträte und Bürger sich auf den erneuten Vorstoß einzustellen.
6. Wer findet das eigentlich gut, dass der
Wellness-Architekt Familien mit Kindern als Kunden der Wellnessanlage bei der Präsentation ausdrücklich als Störfaktor bezeichnet, die dort letzlich unerwünscht sind?
7. Das Argument
Zersiedelung der Landschaft ist zwar voraussichtlich zumindest nach den Kriterien der Bezirksregierung ausgeräumt, doch was bleibt ist der immense Flächenverbrauch und eine gigantische
Bodenversiegelung.
Mit freundlichen Grüßen
Paul M. Wildenauer
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